Der übliche geopolitische Cocktail:
Macht, Öl, Ideologien – und Raketen
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Die Moral kommt im Krieg fast immer erst nach den Marschflugkörpern
Tagesschau-Niveau:
Wenn Russland einen Präventiv-Krieg gegen die Ukraine führt, weil es sich durch die ständige NATO-Ost-Erweiterung und einen drohenden NATO-Beitritt der Ukraine bedroht fühlt, ist es nach westlicher Lesart ein „völkerrechtswidriger Angriffskrieg“.
Wenn jetzt die USA und Israel einen Präventiv-Krieg (Erstschlag) gegen den Iran führen, weil sich Israel und die USA bedroht fühlen, ist das nach westlicher Leseart ein „berechtigter, notwendiger, hochmoralischer, wertegeleiteter Verteidigungs-Krieg“.
Zum Thema Krieg der USA und Israel gegen den Iran fallen mir zahlreiche Überschriften ein:
- Am Ende sterben nicht die Ideologen und Strategen, sondern Menschen, die nie gefragt wurden, ob sie Teil dieses Spiels sein wollen.
- Die Ideologen predigen Moral, die Strategen planen Operationen – und begraben werden am Ende immer die Falschen.
- Wer Krieg moralisch begründet, will ihn meist nur politisch gewinnen.
- Wenn Marschflugkörper Moral transportieren sollen, weiß man: Es geht wieder einmal um Macht.
- Wenn Machtpolitik Moral predigt, sollte man zuerst die Einschlagstellen zählen.
Sehr guter Kommentar eines jungen Mannes, der keiner der bekannten Parteien angehört
https://www.facebook.com/reel/816417947471167


Ein Kommentar
Wenn Russland einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, weil es sich durch die ständige NATO-Ost-Erweiterung und einen drohenden NATO-Beitritt bedroht fühlt (also quasi präventiv in ein Land einmarschiert), dann habe ich die Russen gefälligst als böse anzusehen.
Wenn jetzt die USA und Israel den Iran bombardieren, weil sich Israel durch den Iran bedroht fühlt (die beiden also präventiv einen Angriffskrieg gegen den Iran führen), wie muss ich das jetzt einschätzen?
Muss ich jetzt die USA und Israel als böse ansehen?
Oder bin ich dann der böse Israelhasser, und Rechtsextreme?