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Der nachfolgende  Text entspricht etwa dem Aufbau des gesprochenen Beitrags von Hartmut Krauss  im Video. Komplett ist der Text komfortabel unter Gastbeiträge (auf der Hauptseite linker Rand) zu finden.

Ich lasse mich gerne belehren, aber ich denke, dass in Deutschland kein zweiter lebender Wissenschaftler so lange und gründlich die Geschichte, die Ideologie und politische Praxis des Islams tiefgreifend analysiert und sehr differenziert in Büchern und Aufsätzen beschrieben hat wie Hartmut Krauss. Sie finden ihn und einen Überblick über seine umfangreichen Veröffentlichungen beim Hintergrund-Verlag, der GAM, YouTube oder Facebook.

 Eine große Entschuldigung sei hier vorangestellt. Generalkritik.de ist angetreten, möglichst ohne jegliche Fremdwörter auszukommen. Falls diese unumgänglich erscheinen und nicht selbsterklärend sind, sollten sie erläutert werden. Die Ausnahme folgt umgehend im nachfolgenden Gastbeitrag. Dieser müsste daraufhin durchforstet und, wo nötig, vom „Soziologen-Deutsch“ ins „Reindeutsche“ übersetzt werden. Vielleicht findet sich noch jemand, der sich dieser Aufgabe annimmt.

 Der besseren Lesbarkeit halber ist der nachfolgende Text auf der ganzen Breite dieser Domain links unter “Gastbeiträge” zu finden. Und jetzt wünsche ich noch viel Neugier, Zeit und Konzentration für eine Islamkritik, die sie in den christlich orientierten Leitmedien nirgends finden werden – nicht einmal im Ansatz.

Der Generalkritiker

Der Islam als religiöse Herrschaftsideologie.

Warum es nicht nur legitim, sondern notwendig ist, den Islam zu kritisieren

Übersicht:

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  • I.) Zentrale Blockaden einer sachgerechten Islamdebatte

  • II) Zum Status des Islam

  • III) Der Islam als religiöse Herrschaftsideologie und seine wesentlichen Inhalte

  • IV)Islam und Muslime: Zur Übertragung der islamischen Weltanschauung in die subjektive Bewusstseins- und Handlungsebene

  • V) Schlussfolgerungen für eine kritische Praxis gegenüber dem Islam und seinen Protagonisten

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  • I)  Zentrale Blockaden einer sachgerechten Islamdebatte

 Wenn man den Grundstein legen will für eine sachgerechte Islamdebatte, dann ist es zunächst erforderlich, die zentralen Barrieren zu benennen und gedanklich beiseitezuräumen, die einer angemessenen Behandlung des Themas massiv entgegenstehen.

1. An erster Stelle ist hier der Tatbestand hervorzuheben, dass eine global und institutionell weit verzweigte Islamlobby es geschafft hat, mit staatlicher und medialer Unterstützung ein zwar höchst irrationales, aber sehr wirkungsmächtiges „Feindbild Islamkritik“ zu installieren. Dabei handelt es sich um eine allgegenwärtige Drohkulisse, in deren Rahmen jede kritisch-reflektierende Auseinandersetzung mit dem Islam sofort in die Verdachtszone des „Rassismus“ und der „Fremdenfeindlichkeit“ gezerrt wird oder als „Islamophobie“ gebrandmarkt wird.

 „Islamfeindlich ist jeder, der den Islam als feindliche und aggressive Religion ansieht“

Mit diesem antidemokratischen und freiheitsfeindlichen Gesinnungsdiktat, das im Endeffekt darauf hinausläuft, jede Form inhaltsbezogener Islamkritik als illegitim zu diskriminieren und tendenziell zu kriminalisieren, zitierte die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ) den niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius (SPD). (NOZ vom 21. Juni 2013, S. 5)

 Im Grunde erfüllt Pistorius mit seinem Gesinnungsdekret lediglich die Vorgaben der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC), der zentralen muslimischen Institution, die den globalen Herrschaftsanspruch des Islam in der Gegenwart vertritt. Denn seit Jahren ist die OIC auf zahlreichen internationalen Konferenzen immer wieder eifrig darum bemüht, die westlichen Medien auf eine islamgerechte Berichterstattung zu verpflichten und islamkritische Äußerungen konsequent zu unterdrücken. So betonten die Oberhäupter der OIC-Staaten auf der dritten außerordentlichen Sitzung des Islamischen Gipfels in Mekka am 7./8. Dezember 2005 die Notwendigkeit, die Islamophobie „zu bekämpfen und auszurotten als ein Verfahren, das die Qualität des gegenseitigen Verstehens zwischen den verschiedenen Kulturen verbessert“ (zit. n. Bat Ye’or 2013, S. 49).

 Wer folglich mit den islamischen Ländern ins Geschäft kommen will, muss deren Wünsche berücksichtigen. Und so widerspricht eine kritische Auseinandersetzung mit dem Islam ganz und gar den ökonomischen Interessen jener einflussreichen Großunternehmen mit ihren ebenso üppigen wie politisch relevanten Stiftungs- und Spendengeldern, die Großaufträge und Geschäfte mit islamischen Handelspartnern und Kapitalanlegern abschließen wollen bzw. abgeschlossen haben. Besonders traurige Kapitel sind hier die ökonomischen Verflechtungen zwischen dem deutschen und österreichischem Kapital und der iranischen Gottesdiktatur oder die Rüstungsexportabkommen mit den arabischen Golfmonarchien Saudi-Arabien und Katar.

 2. Ein weiteres wesentliches Hindernis ist in der Verwirrung der Islamthematik auf der klassischen Rechts-Links-Achse zu sehen.

Wer den Islam vom Standort einer fortschrittlich- emanzipatorischen Grundposition kritisiert, läuft Gefahr, von rechten Kräften vereinnahmt und von angeblich linken Kräften verleumdet zu werden. Für dieses pseudolinke Spektrum, das sich hier in entlarvender Übereinstimmung mit den herrschenden politischen Kräften und Medien befindet, ist automatisch jeder ein „Rechter“, „Rassist“, „Fremdenfeind“ etc., der den Islam kritisiert. Fortschrittlich-emanzipatorische Humanisten hingegen fokussieren den irrationalen, reaktionären, repressiven und fundamental antiemanzipatorischen Charakter des Islam. Gleichzeitig erkennen sie, dass der Kulturrelativismus und der postmoderne Fetisch der Andersheit/Diversität die neuen Leitideologien des globalen Kapitalismus sind: egal ob die Frauen ganzköperverschleiert in Riad, nabelfrei in Saint-Tropez, mit Kopftuch in Istanbul oder mit Jeans bekleidet in Hongkong einkaufen – Hauptsache der Absatz und die Profitrate stimmen.

 3. Die islamapologetische Ideologie hat ein ganzes Abwehrsystem in Stellung gebracht, um ein angemessenes Begreifen des Erkenntnisgegenstandes Islam schon im Ansatz zu verhindern. Genauer betrachtet handelt es sich hierbei um folgende prinzipiellen Desorientierungen:

 A. Leugnung des Islam im Singular: Den Islam gibt es nicht, es gibt angeblich nur „Islame“. Dahinter steckt die Leugnung eines einheitlichen, alle Schattierungen betreffenden, inhaltlich-normativen Fundaments, das sowohl den Sunniten und Schiiten als auch den verschiedenen Rechtsschulen zugrunde liegt. Es gibt Unterschiede, ja, aber diese betreffen eben gerade nicht den Wesenskern und die relevanten Grundinhalte des islamischen Weltanschauungssystems. Erkenntnistheoretisch betrachtet handelt es sich hierbei um die Eliminierung des Allgemein-Wesentlichen bei gleichzeitiger Verabsolutierung des Einzelnen und Besonderen im Sinne einer völlig abwegigen erkenntnistheoretischen Desorientierungsstrategie (1).

(Interessanterweise spricht demgegenüber die gesamte unkritische Einführungsliteratur zum Islam nach wie vor völlig unbefangen von dem Islam im Singular.)

 B. Irreführende Vertauschung bzw. Vermengung der Ebenen Islam und Muslime, verbunden mit dem Hang, den Islam vollständig im subjektivistischen Nebel aufzulösen: Islam ist demnach das, was sich einzelne Muslime willkürlich zusammenreimen. Dahinter steckt die realitätswidrige Kontingenzbehauptung, wonach der Islam subjektiv beliebig auslegbar sei.

 C. Neben diesen ökonomischen, politischen und ideologischen Barrieren ist auch die Vielfalt islamischer Problemphänomene als kognitive Herausforderung in Rechnung zu stellen. So wird der komplexe Problemgegenstand ‚Islam‘ in den Medien in zahllose Einzelaspekte zerstückelt, die beliebig durcheinander gewürfelt und in zumeist chaotisch und völlig unstrukturiert verlaufenden Nachrichtenfluten und Talkshows einem immer verwirrter und ratloser werdenden Publikum dargeboten wurden und werden: Heute Ehrenmorde, morgen Zwangsheirat, übermorgen Afghanistankrieg, darauf folgend Kopftuchdebatte, Integrationsprobleme von Muslimen, die alle nichts mit dem Islam zu tun haben (dürfen), zwischendurch einige islamistische Terroranschläge, die ebenfalls nichts mit dem Islam zu tun haben (dürfen), dann lobende Berichte über die flächendeckende Einführung von Islamunterricht, Aufrufe aus der Wirtschaft zum EU-Beitritt der Türkei, wieder ein Ehrenmord, Berichte über Deutschenfeindlichkeit unter muslimischen Jugendlichen, Nachrichten über barbarische Bestrafungspraktiken aus dem Iran und Saudi-Arabien, in verschiedenen islamischen Ländern werden mal wieder „Ungläubige“ massakriert, die Öffentlichkeit erfährt von Panzerlieferungen nach Saudi-Arabien, während die Fortsetzung der Deutschen Islamkonferenz gepriesen wird etc.

Weiterlesen (linker Bereich auf der Hauptseite unter Gastbeiträge)

Der Islam ist immer auch politischer Islam oder Islamismus

Die Kernbotschaft deutscher Realitäts-Verleugner: „Der Islam sei friedlich, tolerant, barmherzig, beliebig auslegbar und damit vereinbar mit Demokratie und westlicher Moderne.“

Wir kennen sie alle die Diskussionen zum Thema Islam. Gibt es jemanden in einem Gespräch, der den Islam (und nicht nur seine radikalen Fraktionen) in Gänze kritisiert und ablehnt, kann er reflexartig mit der Meinung konfrontiert werden, die „Mehrheit der Islam-Anhänger“ sind aber genauso wie Christen oder Menschen anderer Religionen gleichwertig friedfertiger Natur. Manch einer kennt womöglich auch einen netten Moslem persönlich. Daraufhin kommt der Islamkritiker mit dem Argument über, diejenigen, die in den USA mit Passagierflugzeugen Hochhäuser zum Einsturz brachten, waren zuvor z. T. jahrelang unauffällige, höfliche und sogar freundliche Mitbewohner in Deutschland. Auf dieser Ebene sind Pro- und Kontra-Diskussionen bezogen auf den Islam nahezu überflüssig, ineffizient bzw. zutiefst oberflächlich. Sie gehen am Kern einer immer notwendig werdenden Diskussion meilenweit vorbei.

Muslime an der Seite der Hamas?

Auch vor dem Hintergrund des Krieges zwischen Israel und den Palästinensern kommt der Auseinandersetzung mit dem Islam erneut eine große Bedeutung zu. Aber auch ohne diesen Krieg und den umherschwirrenden Begriffen wie Hamas, Palästina, PLO, Al Fatah, Hisbollah u. ä. ist die in der Politik und in den Leitmedien dauerfehlende tiefergreifende grundsätzliche Auseinandersetzung mit dem Islam im öffentlichen Raum überfällig. Hierbei hilft uns Hartmut Krauss vom Hintergrund-Verlag und der GAM (http://www.gam-online.de/index.html) weiter.

Mehr zum Thema „Muslime an der Seite der Hamas“ siehe link auf Facebook Seite von Hartmut Krauss: https://www.facebook.com/search/posts/?q=hartmut%20krauss

Gesellschaftskritik ohne Islam-Kritik ist ein Kritiktorso

Etwas zugespitzt könnte Hartmut Krauss' Credo (Überzeugung) so lauten: Eine deutsche oder globale Gesellschaftskritik, die die Ideologiekritik des Islam nicht miteinbezieht, ist ein Kritiktorso, eine verstümmelte Version von Gesellschaftskritik. Immerhin haben wir es beim Islamismus nicht mit einem kleinen religiösen Grüppchen zu tun, sondern mit einer Einflussgröße von ca. 2 Milliarden Menschen weltweit und ca. 5,5 Millionen allein in Deutschland. Der Islamismus beherrscht zunehmend große Teile unserer Erde. In Deutschland und Europa wird das Einflussterrain immer größer. Grund genug also, weg von den Kopftuchdebatten zu kommen und hin zu tieferen Analysen all dessen, was der Islam theoretisch und praktisch mit jedem von uns und der Gesellschaft macht. Ich wünsche allen Interessierten auf generalkritik.de ausreichend Zeit und Konzentration, sich mit den Ausführungen von Hartmut Krauss auseinanderzusetzen.

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