Historische Verwirrung: Rechte gegen Krieg, Linke für Aufrüstung?“
Im 20. Jahrhundert gehörte aggressive Militarisierung fast immer zum ideologischen Kern faschistischer Bewegungen. Der Feind stand meist im Osten: Bolschewisten, jüdische Bolschewisten, Rotarme, asiatische Horden – die Sprache war entmenschlichend, die Aufrüstung selbstverständlich, der Krieg fast eine moralische Pflicht.
Und heute?
Ausgerechnet die AfD, die von Kritikern ständig in die Nähe faschistischer oder rechtsradikaler Traditionen gerückt wird, inszeniert sich in der Ukrainefrage plötzlich als Friedenspartei, als Gegner militärischer Eskalation und als Bremser einer weiteren Konfrontation mit Russland.
Wie passt das zusammen?
Ist die Faschismuskeule analytisch zu grob geworden? Oder erleben wir gerade eine historische Verschiebung, in der sich politische Lager vollkommen neu sortieren?
Denn ebenso bemerkenswert ist die Gegenbewegung: Teile eines früher eher linken oder pazifistischen Milieus verteidigen inzwischen Waffenlieferungen, Aufrüstung und militärische Abschreckung mit einer Vehemenz, die früher eher konservativen oder nationalistischen Kreisen zugeschrieben wurde.
Vielleicht zeigt sich hier weniger eine klare moralische Ordnung als vielmehr ein politisches Durcheinander, in dem alte Etiketten nicht mehr sauber auf neue Wirklichkeiten passen.“
Oder deutlich bissiger im typischen Generalkritik-Stil: „Früher wollten die Faschisten Panzer gegen Russland rollen lassen. Heute warnen ausgerechnet rechte Parteien vor Eskalation mit Russland – während ehemalige Friedensparteien Waffenexporte feiern.
Entweder stimmen die alten Etiketten nicht mehr.
Oder Europa erlebt gerade die ideologische Kernschmelze seiner politischen Lager.“
Mir vielen noch so viele Fragen als Überschriften ein. Ich stelle sie jetzt einfach ans Ende
„Die Geschichte macht es einem nicht leicht“
- „Wenn plötzlich die falschen Leute gegen den Krieg sind“
- „Der merkwürdige Pazifismus der angeblichen Faschisten“
- „Früher marschierten Faschisten gegen Russland. Heute?“
- „Wer ist hier eigentlich noch Kriegstreiber?“
- „Die politische Landschaft ist ideologisch explodiert“
- „Wenn die alten Feindbilder nicht mehr funktionieren“
- „Die große deutsche Rollenvertauschung“
- „Aufrüstung für den Frieden – und Frieden von rechts?“
- „Wer heute noch durchblickt, lügt wahrscheinlich“
- „Die Faschismuskeule trifft plötzlich auf Pazifismus“
- „Russlandhass ohne Ende – aber diesmal von den Guten?“
- „Die alten Schubladen brennen“
- „Früher waren es die Rechten mit den Panzern“
- „Warum passt die AfD nicht ins historische Feindbild?“
Als Untertitel etwas ruhiger und analytischer:
„Im 20. Jahrhundert galten Militarismus und Russlandfeindschaft als klassische Merkmale faschistischer Bewegungen. Warum tritt heute ausgerechnet die AfD außenpolitisch vergleichsweise zurückhaltend auf – während ehemalige Friedensmilieus Aufrüstung und Waffenlieferungen verteidigen?“
Oder bissiger: „Die ideologischen Fronten verschieben sich schneller als die historischen Etiketten.“
Über Antworten und Kommentare freue ich mich wie immer.