Merz‘ nahezu unbeschreibliche Ausmaße annehmende Blödheit kostet uns große Teile unseres Haushalts.
Finnlands Präsident Stubb widerspricht Deutschlands Panikmache (O-Ton weiter unten)
Stubb liefert fast die passende sachliche Gegenfolie zu Merz’ widersprüchlichem Bedrohungsbild.
Bildzeitung vom 28. August 2026
Finnen-Präsident widerspricht Deutschland
Bemerkenswert: Ausgerechnet an der 1300 Kilometer langen finnisch-russischen Grenze scheint mehr sicherheitspolitische Nüchternheit vorhanden zu sein als im Berliner Regierungsviertel. Dort sieht man keine Belege für einen bevorstehenden NATO-Angriff.
-
Für einen bevorstehenden russischen NATO-Angriff gibt es laut Stubb keine belastbaren Belege.
Zu den deutschen Warnungen vor einem möglichen Angriff bis 2029 sagt er: „Aber ich sehe dafür einfach weder Belege noch Fakten.“ Damit bezeichnet er die deutsche Jahreszahl 2029 indirekt als Kristallkugel-Politik.
-
Ein Angriff auf die NATO wäre aus russischer Sicht irrational.
Stubb glaubt nicht, dass Russland das „mächtigste Militärbündnis der Welt“ angreifen würde. Seine Begründung: Die NATO verfüge über eine weltweit einzigartige Abschreckungsmacht aus konventionellen Streitkräften, Raketen und Atomwaffen. Seine entscheidende Schlussfolgerung:
„Für keine Macht der Welt ergibt es Sinn, die Entschlossenheit dieses Bündnisses auf die Probe zu stellen.“
-
Russland besitzt nach Stubbs Einschätzung keine Kräfte für einen zweiten Kriegsschauplatz.
Die russische Armee verliere laut Stubb monatlich 30.000 bis 35.000 Soldaten, rekrutiere aber nur etwa 27.000 neue. Daraus folgert er: „Dass sie jetzt plötzlich Kräfte für zwei Fronten mobilisieren könnten – das sehe ich einfach nicht.“Das trifft den Kern deines Kommentars: Eine Armee, die schon in der Ukraine personell ausblutet, soll gleichzeitig zum Angriff auf die gesamte NATO ansetzen.
-
Russlands Möglichkeiten zur weiteren Eskalation seien begrenzt.
Nach Stubbs Einschätzung bleibe Russland im Wesentlichen nur noch eine umfassende Mobilmachung. Diese wäre aber innenpolitisch riskant und könnte das Putin-Regime zusätzlich unter Druck setzen.
-
Die europäische Angstdebatte nützt der russischen Informationskriegsführung.
Besonders interessant für deinen Beitrag ist Stubbs Hinweis, Russland wolle, dass Europa ständig darüber debattiert:
- Wird Russland weiter eskalieren?
- Wird Russland Atomwaffen einsetzen?
- Wird Russland die NATO angreifen?
Mit anderen Worten: Wer täglich den unmittelbar bevorstehenden Russenangriff beschwört, könnte genau die Angst verbreiten, die Moskau erzeugen will.
-
Stubb warnt dennoch davor, Russland vorschnell für erledigt zu erklären.
Russland verfüge über Geduld, Durchhaltevermögen und eine hohe wirtschaftliche Leidensfähigkeit. Wirtschaftskrise, Inflation und hohe Verluste würden Putin nicht automatisch zum Einlenken zwingen.
Das ist eine wichtige Einschränkung: Russland ist weder harmlos noch kurz vor dem Zusammenbruch. Daraus folgt aber noch lange nicht, dass es die NATO angreifen kann oder will.
