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Staatsterrorist

(Partei: Die Linke)

Durchgeknallter Faschist

(Christoph Sieber – Mitternachtsspitzen)

 

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Christoph Sieber

 

 

 

John Mearsheimer (USA) über den US-Angriff auf Venezuela und die Festnahme von Maduro:

Ein strategisches Desaster für Amerika?

Was sich am frühen Morgen des 3. Januars in Caracas ereignete, markiert einen historischen Wendepunkt in der Weltpolitik. Es war nicht bloß eine weitere Militärintervention in Lateinamerika; es war der Moment, in dem die Vereinigten Staaten öffentlich erklärten, dass die alte Weltordnung der Souveränität und multilateralen Diplomatie endgültig Geschichte ist.

Nachdem US-Spezialeinheiten in einer nächtlichen Razzia Nicolas Maduro und seine Frau festgenommen haben – eine Operation mit dem Codenamen „Absolute Resolve“ – steht die Welt vor einer neuen Ära der harten Machtpolitik. Doch der renommierte Geopolitik-Experte John Mearsheimer warnt: Dieser vermeintliche Triumph könnte sich als Amerikas fatalster Fehler erweisen.

Warum dieser Angriff die USA langfristig schwächt:  * Handeln aus Verzweiflung, nicht aus Stärke:

   Ein selbstbewusster Hegemon stürzt unliebsame Regierungen durch wirtschaftlichen Druck oder diplomatische Isolation. Dass die US-Administration zu einer nächtlichen Entführung greifen musste, signalisiert der Welt laut Mearsheimer keine Stärke, sondern strategische Erschöpfung. Es zeigt, dass Amerika keine anderen Mittel mehr sieht, um seinen schwindenden Einfluss in einer multipolaren Welt zu behaupten.

 Ressourcenkontrolle statt Demokratieförderung:

   Obwohl die offizielle Rhetorik von „Demokratie“ spricht, lassen die Pläne für die venezolanischen Ölreserven – die größten der Welt – wenig Spielraum für Zweifel. Die offene Ankündigung, dass US-Konzerne nun die Kontrolle über die Energieinfrastruktur übernehmen sollen, zerstört den moralischen Führungsanspruch Washingtons. Wenn Militärschläge primär der Ressourcenkontrolle dienen, wird es für die USA unmöglich, künftig internationale Unterstützung für andere Missionen zu gewinnen.

 Die Beschleunigung der multipolaren Ordnung:

   Anstatt Gegner wie China, Russland oder den Iran einzuschüchtern, wirkt diese Aktion wie ein Katalysator für deren Zusammenarbeit. Der Angriff liefert den BRICS-Staaten den ultimativen Beweis, dass alternative Finanz- und Zahlungssysteme notwendig sind, um sich dem Zugriff des Dollars zu entziehen. Amerika isoliert sich durch diesen Unilateralismus selbst, während sich der globale Süden zunehmend von Washington abwendet.

 Das Risiko eines „ewigen Krieges“:

   Die Einsetzung einer Übergangsregierung ohne breite interne Legitimität schafft ein Machtvakuum. Mearsheimer warnt davor, dass Venezuela zu einem Sumpf werden könnte, der US-Truppen über Jahre bindet. Jede Regierung, die auf den Bajonetten der USA ins Amt kommt, wird in den Augen vieler Venezolaner als Marionettenregime gelten – ein perfekter Nährboden für langanhaltende Aufstände.

Fazit:

Mearsheimer zieht eine düstere Parallele zur Geschichte: So wie die Sues-Krise 1956 das Ende des britischen Empires einläutete, könnte die Venezuela-Operation als der Moment in die Geschichte eingehen, in dem Amerikas Dominanz unhaltbar wurde. Anstatt die Hegemonie zu retten, hat dieser Angriff ihre Rivalen vereint und ihren Niedergang beschleunigt.

Wir stehen an der Schwelle zu einer neuen Ära, in der die US-Vorherrschaft nicht mehr als selbstverständlich gilt. Die Tragödie dieser Operation liegt darin, dass sie genau das Gegenteil von dem erreicht hat, was beabsichtigt war: Amerika ist heute nicht stärker, sondern einsamer.

 

 

 

Das Trump-Eltier – ein unfreiwilliger Glücksfall für die Menschheit

Trump ist ein Staatsterrorist.

(Staatsterrorismus stammt von Die Linke. Ich übernehme sie – und fülle sie.)

Der amtierende Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ist kein Missverständnis, kein Ausrutscher und kein Betriebsunfall der Geschichte. Donald Trump ist die enthemmte Vollendung dessen, was westlicher Imperialismus immer war: nackte Gewalt ohne ideologischen Tarnanstrich.

Am 04.01.2026 ließ Trump den Präsidenten Venezuelas, Nicolás Maduro, durch einen militärischen Angriff aus dem Regierungssitz in Caracas entführen. Kein Mandat. Keine internationale Legitimation. Kein Verteidigungsfall. Kein Notstand. Kein Krieg.

Ein Überfall. Ein Kidnapping. Ein Akt staatlichen Terrors.

Das US-Militär agierte dabei exakt so, wie man es von Terrororganisationen kennt: überraschend, gewaltsam, rechtsfrei, demonstrativ. Wer das Wort „Terrorismus“ in diesem Zusammenhang scheut, hat entweder Angst vor der Wahrheit oder ein USA-Abo im Kopf.

Zur Rechtfertigung diente – wieder einmal – die antiquierte US-Standardfloskel, die seit über 80 Jahren jede Schweinerei legitimiert: „Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA“.

Mit diesem Gummibegriff wurden Hiroshima, Vietnam, Irak, Libyen und zahllose weitere Massaker verkauft. Jetzt also Venezuela.

Warum Trump ein Glücksfall ist

Trump ist ein Glücksfall, weil er nichts mehr verschleiert. Er braucht keine Menschenrechtsrhetorik, keine Demokratiesimulation, keine wohlfeilen Pressekonferenzen mit Betroffenheitsmimik. Er schlägt zu – und nennt es Geschäft.

Während frühere US-Präsidenten Millionen Tote produzierten und dabei noch von „Freiheit“ faselten, kommt Trump mit vergleichsweise wenigen Leichen aus. Noch.

In Venezuela starben bislang „nur“ wenige Zivilisten. Das „nur“ ist kein Versehen, sondern bitterer Sarkasmus: Es zeigt den Maßstab, den US-Imperialismus historisch selbst gesetzt hat.

  • Der Angriff erfolgte ohne Zustimmung des US-Kongresses. Also verfassungswidrig.
  • Er erfolgte ohne internationales Mandat. Also völkerrechtswidrig.
  • Er erfolgte ohne Kriegserklärung. Also kriminell.

Der alte, papierlastige Schreibtisch-Imperialismus scheint ausgedient zu haben. Trump bevorzugt den chirurgischen Schlag: schnell, medial verwertbar, begrenzt blutig – und maximal wirksam. Das ist keine Humanisierung der Gewalt. Das ist ihre Optimierung.

Was Systemkritiker davon haben

Dieser Überfall ist ein didaktisches Geschenk. Endlich ein Lehrbeispiel, das keine Fußnoten braucht. Man kann nun jedem Menschen auf diesem Planeten erklären, was Begriffe wie

  • „westliche Werte“,
  • „regelbasierte Ordnung“,
  • „wertegeleitete Außenpolitik“

tatsächlich bedeuten: rohe Macht plus moralische Heuchelei.

Der US-Überfall auf Venezuela erklärt mehr über den Westen als tausend Studien über Imperialismus, Kapitalismus oder transatlantische Partnerschaften.

Er ist Selbsterklärung in Echtzeit.

Venezuela ist kein Drogenstaat – Venezuela baut keine Drogen an. Punkt.

Die UN-Drogenbehörde UNODC hat über Jahre hinweg dokumentiert, dass die venezolanische Regierung zu den kooperativsten Akteuren im Kampf gegen den Drogenhandel in Südamerika gehörte.

Der frühere UN-Topmanager Pino Arlacchi bestätigte, die Zusammenarbeit Venezuelas sei vorbildlich gewesen – vergleichbar nur mit Kuba.

Venezuela ist Transitland, nicht Produzent. Wenn Trump tatsächlich Drogen bekämpfen wollte, müsste er Kolumbien bombardieren. Tut er nicht. Warum wohl?

Wahlbetrug – der billigste Vorwand

Ja, es gibt Hinweise auf Unregelmäßigkeiten bei der Wahl 2024 in Venezuela. Und? Seit wann sind Wahlbetrugsvorwürfe ein Kriegsgrund?

Trump selbst behauptete 2020, ihm sei die US-Wahl gestohlen worden – durch Millionen illegale Stimmen, manipulierte Maschinen und systematischen Betrug.

Kein Staat der Welt kam deshalb auf die Idee, Washington zu bombardieren und Joe Biden zu verhaften.

Der Unterschied ist simpel: Die USA dürfen alles. Andere nichts.

 

Öl. Macht. Geopolitik.

Trump denkt nicht in Demokratie, er denkt in Barrel, Tankstellen und Absatzmärkten.

Venezuela besitzt die größten nachgewiesenen Ölreserven der Welt. Und es besitzt die Unverschämtheit, sie nicht bedingungslos dem US-Markt zu überlassen. Das reicht.

Imperialismus ist nie monokausal, aber Öl ist fast immer dabei. Hinzu kommt China. Südamerika soll kein chinesischer Hinterhof werden. Also greift man vor.

 

Das Elend Europas

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz und seine EU-Kollegen stehen nun nackt da.

Kein Putin. Keine Russland-Spur. Kein China-Narrativ. Kein bewährtes Feindbild.

Also bleibt nur das alte Schurken-Repertoire: Diktator. Korruption. Unterdrückung. Unrechtmäßige Wahl. Dieses Schema passt immer. Und es interessiert niemanden mehr.

Das Merz-Macron-von-der-Leyen-Kartell ist geopolitisch bedeutungslos. Es kommentiert US-Gewalt, während es ihr politisch den Rücken freihält.

Fazit:

Wenn die Weltgemeinschaft ernst meint, was sie bei Russland predigt, müsste Trump jetzt isoliert, sanktioniert und international geächtet werden.

Geschieht das nicht, ist die Botschaft eindeutig: US-Gewalt ist kein Problem. Sie ist das System.

Venezuela war ein Testlauf.

Die nächsten Ziele liegen bereit: Kuba, Grönland, Kanada – je nach geopolitischer Opportunität. Trump ist kein Ausrutscher. Er ist die Wahrheit über den Westen – endlich ohne Maske.

2 Antworten

  1. Diese Seite hier mit den Beiträgen gefällt mir absolut!!
    Venezuela lebt seit 25 Jahren unter Belagerung, was in der jüngsten Geschichte Lateinamerikas beispiellos war.
    Dies ist kein Konflikt, der gestern geboren wurde. Es war kein Unfall. Es ist das Ergebnis eines Vierteljahrhundert, in dem eine Supermacht in jeder Hinsicht versuchte, ein Volk zu verbiegen, das es wagte zu sagen: „Unsere Souveränität ist nicht zum Verkauf. ”
    Alles beginnt 1999, als Hugo Chávez eine Ordnung bricht, die ewig erschien: die eines gefühlsamen, unterwürfigen Venezuela, reduziert auf Billigöl für Washingtons Interessen.
    Chávez gibt den Ausgegrenzten eine Stimme, verteilt Reichtum um, reformiert das Land, berührt das Herz der Macht: Öl.
    Und seit diesem Moment wird Venezuela für die Vereinigten Staaten zu einem Problem, das man „beheben“ muss.
    2002 kam der Putsch: 47 Stunden Putsch, mit US-Beamten in direktem Kontakt mit den Verschwörern.
    Es scheitert. Die Menschen gehen auf die Straße, die Streitkräfte bleiben der Verfassung treu und Chávez kehrt an seinen Platz zurück.
    Aber von da an ändert sich die Belagerung: Wirtschaftssabotage, Pilotschläge, Cyberangriffe, Gewalt von außen organisiert und finanziert.
    Dann kamen die Sanktionen, die grausamste Waffe.
    Sanktionen, die Öl, Banken, Gold, Medikamente, Lebensmittel betreffen.
    Sanktionen, die laut unabhängigen Studien zehntausende vermeidbare Todesfälle verursacht haben.
    Ein Wirtschaftskrieg getarnt als „Verteidigung der Demokratie“.
    Die waren Verbrecher sitzen iin den USA und im Westen

  2. Trotzdem immensen Boykotts seit Jahrzehnten ist Venezuela trotz alledem nicht zusammengebrochen.
    • Es wehrte sich.
    • Es hat internationale Allianzen aufgebaut.
    • Es stärkte die Macht des Volkes.
    • Es wählte weiter, debattierte, organisierte weiter.
    • Es hat bewiesen, dass ein Volk eine totale Belagerung überleben kann, wenn es Würde, Erinnerung und Gewissen hat.
    In den letzten Jahren ist die Eskalation militärisch geworden.
    Marine-Task Forces, Androhungen direkter Eingriffe, willkürliche Klassifikationen des „Terrorismus“, sogar zu Angriffen und Entführung von Präsident Maduro.
    Eine sehr ernste Tat, die zeigt, wie weit die USA bereit sind zu gehen, um ein Land zu brechen, das einen anderen Weg gewählt hat.
    Die Wahrheit ist einfach:
    Der Krieg gegen Venezuela ist nicht nur gegen Caracas.
    Es ist gegen die Idee, dass ein Land im Süden der Welt sein Schicksal selbst entscheiden kann.
    Es ist eine Botschaft an alle Menschen, die sich weigern, im „Hinterhof“ von irgendjemandem zu leben.
    Also, heute über Venezuela zu sprechen, bedeutet, über uns zu reden.
    Von unserer Freiheit.
    Von unserem Recht auf eine multipolare Welt, in der keine Nation anderen ihren Willen aufzwingt.
    Es geht also nicht nur um Solidarität.
    Es geht darum, in der Geschichte zu entscheiden, auf welcher Seite man steht.
    Mit denen, die die Herrschaft des Volkes verteidigen,
    oder mit denen, die sich an ihrer Stelle entscheiden wollen.

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