Sahra Wagenknecht: „Wir lehnen diese Brandmauer ab“.
Brandmauer? Nein, das ist eine Demokratie-Sperranlage gegen Millionen Wähler
Die Brandmauer schützt nicht die Demokratie. Sie schützt die Machtverhältnisse
Originaltext:
Die Brandmauer ist völlig idiotisch und sie ist auch gescheitert. Selbstverständlich kann man eine Partei, die von 30 oder 40 Prozent der Wähler gewählt wird, nicht dauerhaft ausgrenzen. Das ist zutiefst undemokratisch, egal, wie man zu den Positionen dieser Partei steht.
Etwa die Hälfte der Wählerinnen und Wähler möchte keinen CDU-Ministerpräsidenten, mindestens die Hälfte. Auch unser Wahlziel ist, dass in Sachsen-Anhalt der CDU-Ministerpräsident abgewählt wird – auch mit Blick auf den Bund. Denn das erhöht die Chance, dass auch die Regierung Merz vorfristig zu Ende geht. Und das wäre gut für Deutschland.Aber die andere Hälfte der Wähler möchte auch keinen AfD-Ministerpräsidenten. Auch das muss man ernst nehmen. Wir haben da eine extreme Polarisierung. Aus dieser Polarisierung könnte ein überparteilicher Kandidat tatsächlich ein Ausweg sein. Deswegen haben wir das vorgeschlagen. Ich finde das sehr vernünftig.
Wir brauchen in Deutschland doch endlich einen anderen Weg, statt so weiterzumachen wie bisher und immer verbohrt zu sagen: Wir machen jetzt die nächste Brandmauerkoalition, dann nehmen wir eben noch eine Partei dazu.Ich meine, auch das BSW hat den Fehler gemacht, sich in Thüringen an so einer Brandmauerkoalition zu beteiligen. Das Ergebnis ist immer gleich: Die Parteien haben eigentlich keine wirklichen Gemeinsamkeiten. Sie können wenig zusammen umsetzen, weil es da einfach keine gemeinsame Strategie gibt. Und am Ende wird die AfD immer stärker.
Das ist ein Weg, den wir nicht weiter fortsetzen wollen. Wir praktizieren das ja bereits jetzt in Brandenburg und in Sachsen: Wir stimmen den Dingen zu, die wir richtig finden, egal von welcher Partei sie kommen. Und wir stimmen dort dagegen, wo wir eine andere Position haben.
So könnte man Demokratie wieder leben.
2 Kommentare
Nun hat Sahra Wagenknecht den Terminus ‚Altparteien‘ von der AFD übernommen. Was will sie uns damit sagen und vor allem zeigen? „Wir werden nicht mit den Altparteien koalieren, wir haben aber auch Differenzen mit der AFD“. So so – Differenzen. Dieses Interview drückt offensichtlich eine Änderung in der Ausrichtung des BSW aus. Die liegt mir schwer im Magen und führt mich zu folgenden Aussagen: 1. Dieses BSW hat fertig. Es wird zukünftig mit niemandem mehr die Gelegenheit zu Koalitionen haben. 2. BSW – zwar ohne Amt aber dennoch mit großem Einfluss – ist traurigerweise dabei, dieses einst vielversprechende Projekt an die Wand zu fahren. 3. Meine Stimme bekommt dieses BSW nicht mehr.
Sahra Wagenknecht macht hier exakt das, was sie den etablierten Parteien ständig vorwirft: Sie vereinfacht komplexe Probleme auf einen einzigen Schuldigen, arbeitet mit Emotionen statt Lösungen und ersetzt politische Konzepte durch Feindbilder.
Merz muss kritisiert werden. Da bin ich sofort dabei.
Aber Russland überfällt die Ukraine, Russland bombardiert Städte, Russland tötet täglich Zivilisten. Und trotzdem taucht Putin in diesem Beitrag praktisch nicht auf. Stattdessen wird wieder Selenskyj zur Hauptfigur gemacht.
Das ist dieselbe Methode, die wir auch von der AfD kennen: Den eigentlichen Verursacher ausblenden und die Aufmerksamkeit auf jemand anderen lenken.
Die spannendste Frage bleibt deshalb: Warum ist Selenskyj für BSW und AfD so oft die Hassfigur, während über den Mann, der diesen Krieg begonnen hat, erstaunlich wenig gesprochen wird?
Unbeliebter als Merz ist eigentlich nur noch Wagenknecht. Die wollen über 95% nicht haben…
Ach schon wieder die 5% Tante du solltest dich mal lieber um deinen Oskar kümmern man hat es ja bei der letzten Wahl gesehen
Die Dame ist sich für nichts zu schade!